Über 90 % aller metallischen Werkzeuge lassen sich mit einem Faserlaser dauerhaft kennzeichnen. Die Frage ist nicht ob, sondern wo, was und wie. Dieser Leitfaden gibt für 21 der häufigsten Werkzeugtypen konkrete Antworten – aus 15 Jahren Erfahrung mit Industriekunden wie Würth, MAN, Mercedes-Benz und KUKA.
Am Ende jedes Abschnitts finden Sie einen Praxistipp, den wir aus hunderten abgeschlossenen Projekten gewonnen haben. Die internen Links führen zu vertiefenden Artikeln, wenn Sie mehr zu einem Thema wissen möchten.
Grundregel: Was bestimmt die Gravierbarkeit?
- Material: Alle Metalle (Stahl, Edelstahl, Aluminium, Titan, Messing) → Faserlaser. Holz, Kunststoff, Leder → CO₂-Laser.
- Oberfläche: Zugängliche, ebene Fläche mindestens 3×3 mm ist ausreichend für Text oder DataMatrix.
- Position: Funktionsflächen (Schneide, Messfläche, Griff) niemals gravieren – immer an Schaft, Rahmen oder Rücken.
1. Schraubenschlüssel & Maulschlüssel
Klassiker in jedem Werkzeugbestand. Graviert werden Firmenkürzel, Inventarnummern oder Mitarbeitercodes direkt auf den Griff oder Schaft. Material: Chrom-Vanadium-Stahl. Gravurzeit: 10–30 Sekunden pro Stück.
Praxistipp: QR-Code ergänzend zur Inventarnummer ermöglicht digitale Werkzeugverwaltung per Smartphone.
2. Drehmomentschlüssel
Präzisionswerkzeug mit besonderer Bedeutung in der Qualitätssicherung. Müssen nach DGUV Vorschrift 3 und ISO 9001 regelmäßig kalibriert werden – eine eindeutige Inventarnummer per Laser ist Pflichtbestandteil jeder DGUV-konformen Prüfmittelverwaltung.
Praxistipp: Gravieren Sie Kalibrierungsdatum und nächsten Prüftermin direkt mit – spart Etiketten und ist dauerhaft lesbar.
3. Hämmer & Schlosserhämmer
Hammerköpfe aus Stahl, Aluminium oder Hartmetall nehmen Lasergravuren hervorragend an. Firmenlogo und Inventarnummer auf der Seite des Hammerkopfs sind Standard bei Bauunternehmen und Metallbetrieben.
Praxistipp: Gravur auf dem Stielübergang (Metallkopf) ist abriebfester als am Holz- oder Fiberglasstiel.
4. Bohrer & Fräser (Schneidwerkzeuge)
Hartmetall-Bohrer und HSS-Fräser sind durch ihre Gehärtung ideal für Faserlaser. Gravur erfolgt typisch am Schaft. Besonders relevant für Werkzeugverleih, Lohnfertigung und Rückverfolgbarkeit in der CNC-Fertigung.
Praxistipp: Bei Serienwerkzeug empfehlen sich DataMatrix-Codes statt Klartext – mehr Information auf kleiner Fläche.
5. Messschieber & Messwerkzeuge
Kalibrierte Messmittel müssen nach DIN EN ISO 10012 rückverfolgbar sein. Lasergravur auf Edelstahl oder Aluminium-Messschiebern ist die normkonforme Methode. Keine Beschädigung der Messflächen durch richtige Platzierung.
Praxistipp: Gravieren Sie am Rahmenkörper, niemals auf Messflächen oder Nonius – Messgenauigkeit bleibt vollständig erhalten.
6. Zangen (Kombizangen, Beißzangen, Presszangen)
Zangengriffe aus Stahl lassen sich einfach gravieren. Breite Zangenarme bieten genug Fläche für Logo plus Inventarnummer. Typischer Einsatz: Elektriker, Installateure, Maschinenbauer.
Praxistipp: Farbkodierung per Gravur-Tiefe (heller/dunkler) ermöglicht zusätzliche visuelle Zuordnung nach Mitarbeiter oder Abteilung.
7. Schraubenzieher & Bit-Sätze
Kunststoffgriffe sind mit CO2-Laser markierbar, Metallschäfte mit Faserlaser. Bei Bit-Sätzen wird häufig die Transportbox oder der Halterahmen graviert. Für Elektrobetriebe mit Pflicht zur Werkzeugprüfung unverzichtbar.
Praxistipp: Gravur am Metallschaft unter dem Griff: dauerhafter als am Kunststoffkörper und bei täglichem Gebrauch sichtbar.
8. Winkelschleifer & Elektrowerkzeuge
Gehäuse aus Aluminium oder Kunststoff nehmen Gravuren unterschiedlich an. Metallic-Gehäuse mit Faserlaser, Kunststoff mit CO2-Laser. Für die Prüfmittelverwaltung nach BGV A3 ist eine eindeutige Inventarnummer auf jedem elektrischen Betriebsmittel notwendig.
Praxistipp: Auf das Typenschild oder den metallischen Getriebedeckel gravieren – dort hält die Markierung am längsten.
9. Rohrzangen & Wasserpumpenzangen
Großformatige Zangen mit breiten Metallkörpern – ideal für gut sichtbare, großflächige Gravuren. Standard in Installationsbetrieben und Heizungsunternehmen. Chrom-Vanadium-Stahl nimmt kontrastreiche Markierungen an.
Praxistipp: Inventarnummern am Backenbereich der Zange: jederzeit sichtbar, auch bei schmutziger Baustelle sofort lesbar.
10. Werkzeugkoffer & Werkzeugwagen
Aluminium-Werkzeugkoffer oder Stahl-Schubladen-Wagen lassen sich komplett gravieren – Firmenname, Logo und Koffernummer sichern das gesamte Set als Einheit. Besonders effektiv für Kundendienstfahrzeuge und Service-Techniker.
Praxistipp: Gravur auf dem Kofferdeckel (Außenseite) plus alle Einzelwerkzeuge innen: komplette Inventarsicherung in einem Termin möglich.
11. Sägeblätter & Kreissägeblätter
Hartmetall-bestückte Sägeblätter aus Stahl werden am Stamm (nicht an den Zähnen) graviert. Ideal für Tischlereien, Zimmerer und Holzbaubetriebe mit mehreren Maschinen und gemeinsamem Werkzeugbestand.
Praxistipp: Gravurposition: Auf dem Stammblatt zwischen Innenbohrung und Zahnkranz – maximale Sichtbarkeit, kein Einfluss auf Schnittleistung.
12. Schläger & Abbruchhämmer
Schwere Werkzeuge aus Stahl für Bau und Abbruch. Gravur am Stahlkopf ist praktisch unzerstörbar. Auf Baustellen mit hohem Diebstahlrisiko ist die Laser-Markierung mit Firmenkürzel und PLZ-Code die wirksamste Kennzeichnung.
Praxistipp: Zusammen mit einem Baustellenfoto des gravierten Werkzeugs haben Sie im Schadensfall einen rechtssicheren Eigentumsnachweis.
13. Nivelliergeräte & Laserpegel
Messtechnik-Geräte aus Aluminium und Kunststoff. Gravur auf dem Aluminium-Gehäuse mit Faserlaser. Für Vermesser und Bauunternehmen wichtig: Prüfprotokolle müssen dem richtigen Gerät zugeordnet werden können.
Praxistipp: Seriennummer plus Kalibrierungsdatum per Laser – das Gerät trägt seine eigene Prüfhistorie.
14. Sägen (Hand- und Stichsägen)
Sägeblatt aus Stahl ist perfekt für Faserlaser. Holzgriffe nicht gravierbar mit Laser ohne CO2-System, aber das Metallsägeblatt trägt die Kennzeichnung dauerhaft. In Tischlereien und Schreinereien Standard.
Praxistipp: Gravur nahe dem Griffansatz auf dem Sägeblatt: dauerhaft, griffnah und bei der Arbeit sichtbar.
15. Prüflehren & Messdorne
Präzisionsmessmittel aus gehärtetem Stahl. Hier ist die Lasergravur besonders kritisch: Inventarnummer, Toleranzklasse und Kalibrierungsintervall müssen dauerhaft lesbar sein – Grundlage jeder normkonformen Qualitätssicherung nach ISO 9001 oder IATF 16949.
Praxistipp: Gravieren Sie auch den aktuellen Prüfstatus (z.B. 'Geprüft bis 09/2027') direkt mit – spart Papierdokumentation.
16. Spezialwerkzeuge (Motorenindustrie, Luftfahrt)
Motoreninstandsetzer, Flugzeugwartungsbetriebe und Maschinenbauer nutzen Spezialwerkzeuge, die eindeutig einem Anwendungsfall zugeordnet sein müssen. DataMatrix-Codes nach AS9100 und ATA 104 sind Pflicht. LASERPIX hat Erfahrung mit Luftfahrtprojekten für MTU Aero Engines.
Praxistipp: ISO/IEC 29158 Grade A ist Standard in der Luftfahrt – wir kalibrieren entsprechend und liefern Prüfprotokolle.
17. Winkel & Anschlagwinkel
Stahl- und Aluminiumwinkel für Tischler, Schlosser und Metallbauer. Gravur am Schenkel des Winkels – ohne Beeinträchtigung der Messkante. Ideal für Betriebe mit Gemeinschaftswerkzeugbestand.
Praxistipp: Farbkodierung nach Abteilung per Gravur-Tiefe: dunklere Gravur = andere Kostenstelle – visuell sofort unterscheidbar.
18. Lötkolben & Lötstationen
Metallanteile des Lötkolbengehäuses lassen sich mit Faserlaser kennzeichnen. Für Elektronikbetriebe und Werkstätten mit mehreren Arbeitsplätzen. Wichtig bei der Prüfung elektrischer Betriebsmittel nach DGUV Vorschrift 3.
Praxistipp: Seriennummer plus Prüfdatum am Metallgehäuse – erleichtert den Nachweis ordnungsgemäßer Prüfung bei Kontrollen.
19. Winkelschleifer-Schutzscheiben & Spannfutter
Verschleißteile und Adapter aus Stahl, die regelmäßig zugeordnet werden müssen. Gravur auf Spannfutter und Adaptern ist besonders in CNC-Fertigungsbetrieben relevant – jede Einheit muss dem richtigen Träger zugeordnet werden.
Praxistipp: Trotz kleiner Fläche: ein DataMatrix-Code auf 4×4 mm fasst Chargennummer, Herstelldatum und Bestellnummer.
20. Chirurgische Instrumente & medizinische Werkzeuge
UDI-Kennzeichnung nach EU-Medizinprodukteverordnung MDR 2017/745 ist gesetzlich vorgeschrieben. Edelstahlinstrumente müssen sterilisationsbeständige, maschinenlesbare DataMatrix-Codes tragen. Faserlaser sind hier die einzig normkonforme Methode.
Praxistipp: Wir gravieren auf Anfrage mit Prüfprotokoll nach ISO/IEC 15415 – notwendig für die CE-Konformitätsdokumentation.
21. Werkzeuge für Außeneinsatz (Bau, Tiefbau, Forst)
Witterungsbeständigkeit ist entscheidend. Lasergravuren auf Stahl und Aluminium halten Regen, Schlamm, UV-Strahlung und Temperaturen von -30 bis +300 °C stand. Für Bauunternehmen und Forstbetriebe mit hohem Verlust- und Diebstahlrisiko ideal.
Praxistipp: Firmenname plus lokale PLZ per Laser: im Schadensfall ist die Zuordnung für Polizei und Versicherung sofort klar.
Was kostet die Gravur? Richtwerte
| Stückzahl | Gravur-Typ | Richtpreis pro Stück |
|---|---|---|
| 1–5 Stück | Inventarnummer / Name | 8–20 EUR |
| 10–50 Stück | Inventarnummer + Logo | 4–10 EUR |
| 100–500 Stück | Seriengravur mit QR/DataMatrix | 1–4 EUR |
| ab 1.000 Stück | Automatisierte Seriengravur | 0,50–2 EUR |
Preise ohne Anfahrt/Transport. Für ein konkretes Angebot: Anfrage senden — Angebot in 48h.
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Ihr Werkzeug ist nicht in der Liste? Kein Problem.
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Kostenlose Machbarkeitsprüfung anfragenLASERPIX GmbH, Garbsen bei Hannover. Spezialist für industrielle Lasergravur und Werkzeugkennzeichnung. Referenzen: Würth, MAN, Mercedes-Benz, KUKA, LKA Niedersachsen, McDonald's.

